Ratgeber für Handwerksbetriebe

Mehr Aufträge für Handwerker: Alle Wege im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze

Die meisten Handwerker bekommen ihre Aufträge über Empfehlungen. Planbar mehr wird es mit drei Bausteinen: einem gepflegten Google-Unternehmensprofil mit regelmäßigen Bewertungen, eigenen lokalen Seiten pro Leistung und Ort und, wenn es schnell gehen muss, Google Ads. Handwerkerportale liefern schnell Kontakte, die Sie aber mit Mitbewerbern teilen.

Zuletzt aktualisiert am von Andre Litz
Überblick

Alle Wege zu mehr Aufträgen im Vergleich

Jeder Weg hat seine Stärken. Entscheidend sind Kosten, Ihr Zeitaufwand, wie schnell Anfragen kommen und wie planbar sie sind.

WegKostenIhr AufwandBis Anfragen kommenPlanbarkeit
EmpfehlungenKostenlosGeringNicht steuerbarNiedrig
Google-UnternehmensprofilKostenlos1 bis 2 Stunden pro MonatOft wenige WochenMittel
Google-BewertungenKostenlosWenige Minuten pro AuftragVerstärkt alle anderen WegeMittel
Lokales SEOAgentur meist 300 bis 1.200 € pro Monat, gemietete Seiten ab 497 €Selbst hoch, gemietet praktisch keinerSelbst meist 3 bis 5 Monate, gemietet deutlich schnellerHoch
Google AdsEtwa 1,50 bis 7 € pro KlickMittel, Kampagnen pflegenSofortHoch, solange Budget läuft
HandwerkerportalePro Kontakt oder AboHoch, Angebote gegen KonkurrenzSofortMittel, Leads oft geteilt
Social MediaVor allem ZeitHochMonateNiedrig
KooperationenVor allem ZeitMittelMonateMittel bis hoch

Klickpreise laut Ostend Digital (2026), Agenturpreise laut tech-now.io (2026). Werte für Deutschland, in Österreich und der Schweiz ähnlich.

Im Detail

Die 8 Wege und wie Sie sie nutzen

01

Empfehlungen aktiv pflegen

Der beste Kanal, aber kaum steuerbar. Wer ihn bewusst pflegt, bekommt deutlich mehr davon.

  • Bei der Übergabe direkt fragen, wem Sie noch helfen können
  • Visitenkarten oder Flyer beim Kunden lassen
  • Nach 2 bis 3 Monaten kurz nachfragen, ob alles passt
KostenlosNicht planbar
02

Google-Unternehmensprofil

Bringt Sie in die Kartenansicht, wenn jemand "Gewerk + Ort" sucht. Kostenlos und für jeden Betrieb Pflicht.

  • Profil bestätigen und richtige Hauptkategorie wählen
  • Einzugsgebiet, Leistungen und echte Projektfotos ergänzen
  • Regelmäßig Beiträge und neue Bilder veröffentlichen
KostenlosWenige Wochen
Anleitung: Google-Profil für Handwerker
03

Google-Bewertungen

97 % der Kunden lesen Bewertungen, bevor sie einen lokalen Betrieb wählen (BrightLocal 2026). Bewertungen verstärken jeden anderen Weg.

  • Nach jedem Auftrag per WhatsApp um eine Bewertung bitten
  • Auf jede Bewertung antworten, auch auf kritische
  • Lieber regelmäßig als viele auf einmal
KostenlosWirkt dauerhaft
Mehr zu Google-Bewertungen
04

Lokales SEO und lokale Seiten

Eigene Seiten für jede Leistung und jeden Ort holen die Kunden ab, die konkret suchen und kaufbereit sind. Der planbarste Weg auf Dauer.

  • Eine Seite pro Leistung und pro wichtigem Ort
  • Preise, Antworten und Kontakt direkt auf der Seite
  • Selbst aufbauen oder fertige Seiten mieten, die bereits ranken
Ab 497 € pro MonatHoch planbar
Ratgeber: Lokales SEO für Handwerker
05

Google Ads

Sofort ganz oben, aber Sie zahlen für jeden Klick, auch ohne Auftrag. Ideal zur Überbrückung, bis eigene Seiten ranken.

  • Nur auf Ihr echtes Einzugsgebiet ausrichten
  • Suchbegriffe ausschließen, die nicht passen, etwa "Ausbildung" oder "Gehalt"
  • Jede Anzeige auf eine passende Seite führen, nicht auf die Startseite
1,50 bis 7 € pro KlickSofort
Google Ads für Handwerker: lohnt sich das?
06

Handwerkerportale

Schnelle Kontakte, die Sie aber oft mit mehreren Betrieben teilen. Wer am günstigsten anbietet, gewinnt.

  • Nur Anfragen nehmen, die wirklich zu Ihnen passen
  • Schnell reagieren, die ersten Antworten gewinnen meist
  • Kosten pro gewonnenem Auftrag nachrechnen, nicht pro Kontakt
Pro Kontakt oder AboGeteilte Leads
Alternative zu Handwerkerportalen Schweiz: Alternative zu Offertenportalen
07

Social Media

Stärkt Ruf und Wiedererkennung und hilft bei der Mitarbeitersuche. Direkte Anfragen bringt es seltener als Google.

  • Vorher und Nachher von echten Projekten zeigen
  • Kurze Videos aus Werkstatt und Baustelle
  • Lieber regelmäßig wenig als selten viel
ZeitaufwändigLangfristig
08

Kooperationen

Architekten, Bauträger, Hausverwaltungen und andere Gewerke vergeben regelmäßig Aufträge. Einmal aufgebaut, sehr planbar.

  • Eine Liste mit 20 Partnern in Ihrer Region anlegen
  • Persönlich vorstellen, mit Referenzfotos
  • Zuverlässigkeit ist hier wichtiger als der Preis
Vor allem ZeitGut planbar
Entscheidungshelfer

Welcher Weg passt zu Ihrem Betrieb?

Drei Fragen, eine klare Empfehlung. Ändern Sie die Antworten, die Empfehlung passt sich sofort an.

1. Wie ist Ihr Betrieb gerade ausgelastet?
2. Wie schnell brauchen Sie neue Aufträge?
3. Wie viel Zeit haben Sie pro Woche für Marketing?
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    So bauen Sie einen planbaren Auftragsfluss auf

    Kein Weg allein reicht. Erfolgreiche Betriebe kombinieren schnelle und dauerhafte Kanäle, Schritt für Schritt.

    Diese Woche

    Grundlagen

    Google-Profil vollständig machen und die letzten zufriedenen Kunden um eine Bewertung bitten.

    Monat 1

    Sichtbar werden

    Lokale Seiten für Ihre wichtigsten Leistungen und Orte starten, selbst oder gemietet.

    Monat 1 bis 3

    Überbrücken

    Bei Bedarf Google Ads gezielt einsetzen, bis die Seiten stabil Anfragen bringen.

    Ab Monat 3

    Planbar wachsen

    Ads zurückfahren, Portale reduzieren. Eigene Anfragen gehören nur Ihnen.

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    Die Abkürzung

    Eigene Anfragen statt geteilter Leads.
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    FAQ

    Häufige Fragen zu mehr Aufträgen

    Am zuverlässigsten mit einer Kombination: Empfehlungen aktiv pflegen, ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit regelmäßigen Bewertungen und eigene lokale Seiten für Ihre Leistungen und Orte. Wer sofort Anfragen braucht, überbrückt die ersten Monate mit Google Ads.

    Das Google-Unternehmensprofil und Bewertungen. Beides kostet nichts außer etwas Zeit und wirkt oft schon nach wenigen Wochen. Danach lohnen sich lokale Seiten, weil sie dauerhaft Anfragen bringen, ohne dass Sie für jeden Klick bezahlen.

    Für den Start oder Auftragslücken können Portale helfen. Der Nachteil: Sie zahlen pro Kontakt oder per Abo, und dieselbe Anfrage geht oft an mehrere Betriebe. Sie konkurrieren also über den Preis. Auf Dauer sind eigene Anfragen meist günstiger und besser.

    Ja, wenn Sie schnell Anfragen brauchen und Ihre Kampagnen gut eingestellt sind. Je nach Gewerk kostet ein Klick etwa 1,50 bis 7 €. Sobald das Budget endet, endet aber auch die Sichtbarkeit. Viele Betriebe nutzen Ads deshalb nur zur Überbrückung.

    Eher indirekt. Instagram und Facebook stärken Ihren Ruf und helfen bei der Mitarbeitersuche. Konkrete Anfragen kommen meist über Google, weil Kunden dort aktiv nach einem Betrieb in ihrer Nähe suchen.

    Mit Google Ads sofort, mit einem optimierten Google-Profil oft nach wenigen Wochen. Eigenes lokales SEO braucht meist 3 bis 5 Monate. Mit gemieteten Seiten, die bereits ranken, sind Sie deutlich schneller sichtbar.

    Indem Kunden Sie direkt finden: über Ihr Google-Profil, über Bewertungen und über eigene Seiten für "Leistung plus Ort". Dann gehört jede Anfrage Ihnen allein, und Sie müssen nicht gegen fünf andere Angebote antreten.

    Ja. Die Wege sind überall gleich. Unterschiede gibt es bei Portalen und Verzeichnissen, und in der Schweiz spricht man eher von "Offerten" als von "Angeboten".

    Andre Litz
    Über den AutorAndre LitzGründer von Next-Fix

    Andre Litz ist Gründer von Next-Fix. Mit seinem Team baut er lokale Seiten für Handwerksbetriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz und betreut deren Rankings bei Google und in KI-Suchen.

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